Lichtpflege, wissenschaftlich erklärt
Rotes Licht klingt nach Wellness-Trend. Dahinter steckt aber ein eigenes Forschungsgebiet: die Photobiomodulation. Hier liest du kurz und verständlich, was über Licht und Haut bekannt ist und wo die Grenzen liegen.
Warum die Haut mit den Jahren nachgibt
Straff und prall bleibt die Haut vor allem dank Kollagen. Gebildet wird es in der Lederhaut, der mittleren Hautschicht, von Zellen namens Fibroblasten. Schon 1975 zeigte eine Untersuchung, dass der Kollagengehalt der Haut im Erwachsenenalter um etwa 1 % pro Jahr sinkt. Über die Jahre summiert sich das zu dem, was du im Spiegel siehst: feine Linien und weniger Spannkraft.
Was Licht in der Haut macht
Jede Lichtfarbe hat ihre eigene Wellenlänge, und die bestimmt, wie tief das Licht kommt. Blaues Licht bleibt nah an der Oberfläche. Rotes Licht reicht bis in die Lederhaut, also genau dorthin, wo das Kollagen entsteht.
In den Mitochondrien der Hautzellen sitzt ein Enzym, das rotes Licht aufnehmen kann. Nach heutigem Stand der Forschung bekommen die Zellen dadurch mehr Energie für ihre Arbeit. Deshalb dreht sich die Forschung zur Hautalterung vor allem um rotes Licht.
Was Studien zeigen
- Mehr Kollagen messbar: 136 Teilnehmende, 30 Anwendungen mit Rot- bzw. Rot- und Infrarotlicht. Per Ultraschall zeigte sich eine höhere Kollagendichte, die Haut wurde glatter. In der Gruppe ohne Licht blieb das aus. (Wunsch & Matuschka, 2014)
- Bis zu 36 % weniger Falten: 76 Personen, zwei Anwendungen pro Woche über vier Wochen. In den Gruppen mit echtem Licht nahmen die Falten um bis zu 36 % ab, die Elastizität stieg um bis zu 19 %, jeweils verglichen mit dem Ausgangswert. (Lee et al., 2007)
- Weniger Fältchen um die Augen: 137 Frauen zwischen 40 und 65 Jahren, zehn Anwendungen in vier Wochen. Mit rotem Licht nahm das Faltenvolumen um 31,6 % ab, mit gelb-orangem Licht um 29,9 %. (Mota et al., 2023)
- Auch zu Hause getestet: Mit einer LED-Maske für die Heimanwendung hatten sich nach zwölf Wochen bei 86 % der Teilnehmenden die Krähenfüße verbessert, mit einem Scheingerät bei 17 %. Die Studie war doppelblind. (Park et al., 2025)
Was du realistisch erwarten kannst
Lichtpflege ist kein Lifting und keine Wunderlösung. In den Studien zeigten sich Veränderungen nach mehreren Wochen, und zwar bei regelmäßiger Anwendung. Außerdem wurden unterschiedliche Geräte verwendet, teils mit zusätzlichem Infrarotlicht. Die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht eins zu eins auf jedes Gerät übertragen, auch nicht auf unsere BeautyPhoton LED-Maske, die nicht Teil dieser Studien war.
Gut zu wissen
LED-Licht enthält kein UV und wird nicht heiß. Wenn du schwanger bist, Epilepsie hast, besonders lichtempfindlich bist, lichtsensibilisierende Medikamente nimmst oder eine Haut- oder Augenerkrankung hast, sprich vor der Anwendung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Quellen
- Shuster S, Black MM, McVitie E. The influence of age and sex on skin thickness, skin collagen and density. British Journal of Dermatology, 1975. PubMed
- Wunsch A, Matuschka K. A controlled trial to determine the efficacy of red and near-infrared light treatment in patient satisfaction, reduction of fine lines, wrinkles, skin roughness, and intradermal collagen density increase. Photomedicine and Laser Surgery, 2014. PubMed
- Lee SY et al. A prospective, randomized, placebo-controlled, double-blinded, and split-face clinical study on LED phototherapy for skin rejuvenation. Journal of Photochemistry and Photobiology B, 2007. PubMed
- Mota LR et al. Photobiomodulation Reduces Periocular Wrinkle Volume by 30%: A Randomized Controlled Trial. Photobiomodulation, Photomedicine, and Laser Surgery, 2023. PubMed
- Park et al. Clinical study to evaluate the efficacy and safety of home-used LED and IRED mask for crow's feet. Medicine, 2025. Zur Studie
Die BeautyPhoton LED-Maske ist ein Kosmetikgerät. Sie ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern. Ergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.